Immer wieder bekomme ich von guten Leuten, die man auch Friseure, Hair und Make-up Profis nennt, äußerst wichtige Tipps wie man mit seinen Haaren umgehen soll. Ist ja nicht so, dass wir es nicht wüssten, aber in der Tat kann ein Bad-Hair-Dilemma bereits unter der Dusche seinen Ursprung finden. Wie? Haare waschen kannst du? Aber vielleicht vergisst du dann in Eile den einen oder anderen wichtigen Vorgang. Ich kenn das, wir sind ja alle busy bees. Deswegen gibt es hier eine Step-by-Step mit allen wichtigen Tipps und Kniffen zum Haare waschen.

Es geht natürlich mit ordentlich durchkämmen los, damit werden schon mal alle Knötchen, bereits ausgefallene Haare, die sich nicht von ihren Buddies trennen wollen, und Stylingreste beseitigt.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Je nach Haartyp sollte das Shampoo vor dem Haare waschen richtige gewählt werden. Feine Flusen bekommen einen soften Schonwaschgang inklusive luftigem Volumen. Trockene und widerspenstige Haare benötigen einen Boost Feuchtigkeit, das glättet die Struktur und verbessert die Kämmbarkeit. Auch bei coloriertem Haar empfiehlt es sich den zuständigen Reiniger zu wählen, damit die Farbpigmente nicht zu fix rausgespült werden. So weit, so gut!

Shmapoo. Wo ist es fettig? Richtig auf der Kopfhaut und genau dahin gehört auch das Shampoo hin. Spitzten und Längen bekommen dann beim Auswaschen die mildere Reinigung. Ihr suhlt euch ja nicht im Dreck, daher reicht das dem langem Haar vollkommen aus. Ok, außer ihr habt eure Haare mit Haarspray betoniert. In solchen Fällen, die bei mir äußerst selten sind, denn ich benutzte fast nie Stylingprodukte, drücke ich ganz vorsichtig die Reste des Shampoos in die Spitzten. Nicht rubbeln!

Less is more. Ich weiß ja, ich liebe den Schaum auch, so hat man wenigstens das Gefühl, dass alles schön sauber ist. Totaler Schwachsinn. Egal welches Reinigungsprodukt man verwendet – ein Shampoo aus synthetischen oder natürlichen Inhaltsstoffen, ein kleiner Haselnuss großer Klecks reicht für einen Waschgang aus. Man braucht keine Schaumkrone. Dafür gibt es drei Gründe. Erstens: das ist besser für die empfindliche Haarstruktur, wegen den Tensiden, ihr wisst schon. Zweitens: man spart sich einiges vom teuren Haarprodukt. Drittens: man schont die Umwelt. Außerdem ist es überhaupt nicht notwenig, das Haar wird auch mit wenig Schaum sauber.

Weiter geht es mit dem sogenannten „doppel shampooing“ – mir sehr wichtig beim Haare waschen. Ich shampooniere immer zwei Mal. Die Vorwäsche entfernt zunächst grob Talg und Schmutzpartikel oder auch Stylingprodukte. Im zweiten Gang geht es an die gründliche Reinigung.

Ohhhm. Eine Massage ist toll, allerdings sollte sie leicht sein. Also nicht rubbeln, nicht kratzten und auch nicht zu dolle massieren, das könnte die Produktion der Talgdrüsen anregen und das macht die Haare fettig. Also nicht zu viel Ohhhm.

Spülen. Heißes Wasser löst nicht das Fett auf der Kopfhaut und die Haare werden dadurch auch nicht sauberer. Heißes Wasser ist echt mies, denn es entzieht der Mähne Feuchtigkeit, dadurch wird sie trocken und spröde – also lauwarmes Nass zum Spülen benutzten. Die coolen unter uns drehen zum Schluss den Hahn noch mal in den kalten Bereich. Das schließt die Schuppenschicht, dadurch verbessert sich die Kämmbarkeit, es gibt keine Knötchen, die Haare brechen nicht und die Mähne glänzt. Versprochen. Ach so, und natürlich sollte gründlich und lange gespült werden, so können Schaumreste die Kopfhaut nicht irritieren.

Pflegen. Die Reihenfolge hat es in sich. Einmal die Woche sollte man sich schon eine mastermäßige SPA-Pflege gönnen. Während das Shampoo die Schuppenschicht für die Wäsche öffnet, eine Haarkur oder –Maske in die tieferen Schichten eindringt, das Haar stärkt und es von innen aufbaut, schließt ein Conditioner die geöffnete Schuppenschicht nach der Haarwäsche und der Pflege wieder, damit diese nicht wieder rausgespült wird und schützt das Haar. Ein Conditioner ist also nach jedem Waschgang notwendig, egal mit oder ohne extra Pflegebombe. Apropos: selbstverständlich muss sowohl die Kur als auch der Conditioner in das Handtuchtrockene Haar gegeben werden, sonst wird die Pflege mit den Wasserresten im Haar sofort rausgespült.

Spülen. Abschließend noch mal eine letzte Portion Coolness. Wie gesagt, kühles Wasser schließt die letzten Schuppen und bringt den Schopf zum glänzen.

Trocknen. Traktiert die nasse Mähne nicht mit dem Handtuch, das macht nur noch mehr Spliss. Mit viel Liebe drücke ich die Haare einfach aus, keiner hat was von auswringen gesagt, ist ja schließlich kein T-Shirt. Einfach in ein Handtuch wickeln, damit das überschüssige Wasser aufgesogen wird. Apropos T-Shirt: ihr könnt es auch in ein T-Shirt wickeln. Die glatte Struktur des Jerseys ist super sanft zum Haar und saugt trotzdem genug Wasser auf.

Bürsten. Letzter Schritt dann sind wir durch. Never ever dürft ihr das Haar im nassen Zustand kämmen. Nass ist es super empfindlich. Geduld ist der Schlüssel. Also einfach mal ne Runde chillen und sich um das Haar weiter kümmern, wenn es etwas trockener ist.

Pics: bare minds

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