Im Anbetracht der Tatsachen, dass es Montag ist, es draußen in Berlin schon seit Tagen regnet und vor die Tür gehen ausschließlich mit einem To-do verbunden ist, wir mutiger sein müssen und unsere Vorurteile ganz schnell abschaffen sollten, habe ich mich mal wieder einfach so aus Lust und Laune für mehr Farbe im Gesicht entschieden. Auch wenn ich sonst für die Natürlichkeit plädiere, wollte ich dem grauen Einheitsbrei da draußen entgegen wirken, Color ganz bestimmt meine Laune und im besten Fall der meiner Umgebung hebt und eben weil das einfach so gut zu meinen aktuellen “free your mind” Gedanken passt, entschied ich mich gestern kurzerhand für mehr Orange. So frei nach dem Motto: Orange is the new black, tausche ich den pechschwarzen Lidstrich gegen ein satt leuchtendes Warnwestenorange. Schließlich geht es in der Beauty nicht nur darum seine Augen größer oder seinen Mund sinnlicher zu schummeln. Make-up ist und bleibt ein Accessoire und Extra-Feature, das jedes Outfit aus der Tristesse bugsiert. Die Laufstege dieser Welt machten es in den letzten Monaten bereits vor – satte Töne auf den Lidern sind wie Wasabi beim Sushi, sie machen alles viel besser. Außerdem lässt es grüne und blaue Augen leuchten.

Und so landete in meinem Gesicht zu meinem eher langweiligen, Mal wieder doch sehr schwarzem Sonntags-Outfit Acid Orange von Mac. Ich gebe zu, dass ich zum ersten Mal mit einem  Pigment hantiere, das ein hochkonzentriertes Farbpuder ist, das für extra Haftfähigkeit und atemberaubende Farbe sorgt. Generell lässt es sich gut mit dieser Art von Schminke arbeiten, denn damit kann man sowohl leichte und dezente Akzente genauso wie farbexplosive Looks kreieren. Für Letzteres mischt man das Pulver einfach mit etwas Wasser, Base oder einem Primer an.

Und so geht dieser Look:

Ebenmäßiger Teint für Ruhe ist natürlich von Vorteil, dafür kann man eine Foundation, BB Cream oder was man sich sonst gern ins Gesicht packt, nehmen. Wir wollen schließlich nur einen Hauptdarsteller haben. Auch wenn das Hantieren mit Pigmenten so kompliziert wie die Bauanleitung eines Campingzeltes erscheint, es ist so einfach wie Tee kochen. Mit einem kompakteren Lidschattenpinsel lassen sich die Brösel recht simple aufnehmen und verteilen, anschließendes Verblenden tätigte ich mit einem fluffigeren Pinselchen – Kanten sind vermutlich genauso ok wie ein weicher Übergang von Farbe zur nackten Haut. Dem Look sind eben keine Grenzen gesetzt, ich entschied mich allerdings für einen kantenlosen Look, auch wenn die Bilder eine andere Sprache sprechen, aber daran ist das Blitzlicht schuld. Jetzt nur noch etwas Mascara, leichtes, fast nicht sichtbares Blush und ordentlich Pflege auf die Lippen.

Und obwohl das Bepinseln mit Knallfarben recht simple erscheint, der Grad zwischen Ghetto-Braut und edgy ist sehr schmal. Aber mit genug Experimentierfreude, Selbstbewusstsein, Offenheit für neue Wege und einer geübten Zurückhaltung der anderen Gesichtsareale ist das ein guter Orange is the new black”-Look, den man sowohl an einem Freitagabend als auch an einem gediegenen Sonntag spazieren tragen kann.

Oder was meint ihr?

 

7 comments

  1. Ich finde es klasse, das Orange sieht einfach großartig aus und ich habe direkt Lust bekommen, in meiner Lidschattensammlung nach so einer Farbe zu suchen und sie aufzutragen! Liebe Grüße, Anja

    1. Liebe Anja,

      ich glaube sogar das dir die Farbe sehr gut stehen wird wegen deiner dunkleren Haarfarbe.
      Bin gespannt auf deinen Look 😉

      xo
      Elina

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