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ÖL ZIEHEN: So startest du relaxet in den Tag

12. Juni 2017
Jegliche Morgen und Abendroutinen sind uns allen bekannt, dass Zahnpflege dazu gehört, muss ich vermutlich nicht mehr erwähnen und wie man am besten seine Beißerchen pflegt, habt ihr ganz gewiss wie ich in der Grundschule gelernt oder spätestens von einem exzellenten Zahnarzt mit auf den Weg bekommen. Tools, wie eine gute Zahnbürste, Zahnseide und ein milder Reiniger sind wohl essenziell und in jedem Badezimmer zu finden, aber heute geht’s um ein kleines aber entscheidendes Add-on. Oil Pulling zu deutsch: Öl ziehen.
Ein mittlerweile weitverbreiteter „Detox-Trend“, der eigentlich vor der Achtsamkeitsbewegung so gar nicht trendy war. Aber seit alle Wege Richtung Yogastudio mit Kokosöl gepflastert sind, bekommen altbekannte und fast vergessene Beauty-Habits wie auch Dry Brushing wieder Beachtung.

Öl ziehen? Was ist das überhaupt?

Diese alternativmedizinische ayurvedische Methode, bei der der Mund mit Ölen gespült wird, hat schon einige hunderte Jahre auf dem Buckel und mittlerweile sehr viele Fans, nicht nur aus dem Eso-Bereich. Was es verspricht? Das Naturheilverfahren soll durch die antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften der Öle Krankheiten im Mundraum heilen. Einfacher gesagt, das Oil Pulling ist eine simple  Methode zur täglichen Entgiftung aka Detox und beseitigt Zahnfleischbluten und Mundgeruch, verringert auch Zahnbelag, bekämpft Karies und lässt Zähne wieder weiß werden – hat aber auch noch viele andere Vorteile, denn traditionell gehört es zur ganzheitlichen Therapie vieler anderer Krankheiten. Naja und weil ich mich gerade ganz intensiv mit Achtsamkeits-BlaBla und anderen guten Dingen für Leib und Seele – dazu bald mehr – beschäftige, hatte ich mich während meines Aufenthalten auf Bali im Januar angefangen mit dem Thema Öl ziehen auseinander zu setzten. Was im Klartext bedeutet, dass ich es seither praktiziere.

Wie funktioniert Öl ziehen?

Schritt No 1.
Ok, ich geben zu, ich habe nicht mit diesem Schritt gestartet, aber eigentlich geht es so: Direkt nach dem Aufstehen als erste Handlung soll die Zunge mit einem Zungenschaber gereinigt werden. So wie bei den Reflexzonen der Fußsohle, wird die Zungenoberfläche verschiedenen Organen zugeordnet: es gibt Punkte an denen Herz, Nieren, Milz, Magen, ja sogar die Blase und die Nieren lokalisiert sind, somit kann man mit der Reinigung das gesamte Verdauungssystem und deren Entgiftung stimulieren.
Schritt No 2.
Danach geht es ans Eingemachte: Mit einem Esslöffel Bio Öl – es eigenen sich Sesamöl, Kokosöl oder Sonnenblumenöl – wird der Mund ungefähr 10 bis 20 Minuten gespült. Das passiert unmittelbar nach dem Aufstehen und auf nüchternen Magen. Das ist die oberste Prio, nicht einmal Wasser trinken ist erlaubt.
Warum? Weil durch das Öl Schlacke und Bakterien, die sich über Nacht im Mundbereich angesammelt haben, gebunden werden. Man schiebt mit den Wangen das Öl von Seite zur Seite, zieht es durch die Zahnzwischenräume und spuckt es dann am Ende, ja nicht ins Waschbecken oder in die Toilette, sondern in den Müll. Die Bakterien, die sich in dem Öl angesammelt haben, sollen nicht in das Abwassersystem gelangen und klar, runterschlucken ist auch Tabu!

Fazit und meine Erfahrung

Als großer Kokos-Fan habe ich natürlich mit eben diesem Öl aus meinem Bioladen hantiert. Schon zu Beginn wollte ich den Würgreflex unterbinden und entschied mich für das edle Tröpfchen, das mir geschmacklich am meisten zusagt. Alles andere als prächtig sind die ersten sieben Minuten gewesen, genau so lange hat die Schose nämlich gedauert. Geübte Zieher haben wohl kein Problem mehr damit, dass das Öl etwas fester und sogar mehr im Mund wird, ich allerdings habe mich die ersten Male mit einer geleiteten Meditation abgelenkt. 
Das war natürlich vor, sage und schreibe einem halben Jahr. Heute bin ich geschmacklich bei my whitest secret angekommen. Eine Brand, die das Zeug schon portionsweise anbietet, sodass man einerseits, nicht in die Misere kommt falsch zu dosieren und andererseits nicht gefühlt am Öl ersticken kann – alles schon erlebt. Die Sachets, genau so kommen nämlich die Portionen an, kann man praktischerweise mit auf Reisen oder zum Sleep-over nehmen, zuhause nutzte ich immer noch mein heißgeliebtes Kokosöl. Zudem haben die Macher den Inhalt optimiert und zwei aktive Inhalte zusammengebracht, um ein noch schnelleres Ergebnis zu bekommen. Kokosöl nimmt alle Bakterien auf und die activated Charcoal zieht Verfärbungen der Zähne an, Pfefferminzöl sorgt für den frischen Geschmack. Finally!
Das Thema Beauty hat glücklicherweise nicht immer nur mit Schminken zu tun, viel mehr geht es doch auch darum sich gut und wohl zu fühlen und eins mit seinem Körper zu sein. Kleine Rituale wie das Öl ziehen gehören zu meiner festen Morgenroutine und helfen mir besser und relaxt in den Tag zu starten. Das wirkt sich nicht nur auf schöne gepflegte Zähne aus ganz ohne Belag und Verfärbungen, es macht auch von innen gesund und hilft tatsächlich auch dem ach so gehyptem Glow sich voll zu entfalten.
Oder wie seht ihr das? Habt ihr schon Erfahrungen mit Öl ziehen gemacht?

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8 Comments

  • Reply LindaLibraLoca 12. Juni 2017 at 13:12

    Bislang noch nicht, und ich muss sagen, bei allen Vorteilen in Ehren: Ich habe morgens keine 20 Minuten Zeit um Öl zu ziehen, daszu ist mein Tag zu durchgetaktet.

    Linda, Libra, Loca: Beauty, Baby and Backpacking

    • Reply Elina 12. Juni 2017 at 20:19

      Liebe Linda,

      die 20 Minuten habe ich auch nicht. Ich mache es nur 10 Minuten, währenddessen bereite ich mein Frühstuck vor und bereite andere Sachen für den Tag vor. Und ich finde 10 Minuten sind wirklich nicht die Welt, wenn man überlegt welchen Stress man sonst den ganzen Tag hat, da kann man schon mal in Ruhe in den Tag starten.

  • Reply Saso 12. Juni 2017 at 15:39

    Total interessant, da ich vor einiger Zeit auch das tolle Kokosöl und seine Geheimwaffen erfahren habe. Ich kann mir nicht vorstellen das morgens mit in meine Routine mit einzubauen, da ich mir nur 30 Minuten Zeit nehme, um dann zur Arbeit zu fahren.
    Danke für deinen interessanten Einblick!

    Liebe Grüße, Saso

    • Reply Elina 12. Juni 2017 at 20:15

      Hi Salo,

      ich gönne mir diesen Start in den Tag, da mein Arbeitsalltag sowieso schon sehr stressig ist. Früher griff ich nach dem Aufstehen nach meinem iPhone, jetzt versuche ich den Tag entspannter anzugehen.
      Und Öl ziehen kannst du auch nur am Wochenende praktizieren, das bringt auch schon einen tollen Effekt sowohl für die weißeren Zähne als auch für den Rest. Lass mich mal wissen, ob du es getestet hast und wie du es findest.

      xo
      Elina

  • Reply Clara 12. Juni 2017 at 16:09

    Öl ziehen hab ich eine Zeit lang auch gemacht, bin im Moment aber zu faul dafür. Ich habe ganz normales Sonnenöl genutzt und meine Zähne sind tatsächlich weißer geworden! Auch wenn normales Öl nicht soo gut schmeckt (man gewöhnt sich mit der Zeit dran): Der ganze Verpackungsmüll der einzelnen Sachets ist leider wenig „achtsam“..
    Liebe Grüße

    • Reply Elina 12. Juni 2017 at 20:11

      Liebe Clara,

      Stimmt, man gewöhnt sich an den Geschmack, Kokosöl habe ich immer zu Hause und nutzt es auch für meine Haut, daher steht es bei mir im Bad anstatt in der Küche.
      Mit dem Verpackungsmüll muss ich die wirklich Recht geben, daher ist es eben für Reisen am besten, da man sonst nicht immer so viel mit sich rumschleppen muss.

      xo

      Elina

  • Reply Johanna Schulz 15. Juni 2017 at 11:35

    Hallo liebe Elina,

    Endlich auch mal von dir einen Beitrag dazu! 🙂 da habe ich ja fast schon darauf gewartet, DEINE Meinung zu hören.

    20 Minuten sind echt schwer durchzuhalten, da ich morgens beim Frühstück machen dann doch eher 10, höchstens 15 Minuten brauche und dann zu ungeduldig werde um noch die letzten paar Minuten durchzuhalten. Angeblich wirkt es ja erst richtig ab 20 Minuten? Was meinst du dazu?

    Immer wieder tolle Blogeinträge, aber schön wäre es trotzdem, wenn man eine Müllproduktion wie von „my white secret“ nicht weiter unterstützen würde, auch wenn es schick aussieht. 🙂

    Liebe Grüße
    Johanna von hannicoco.de

  • Reply Jessy 15. Juni 2017 at 22:44

    Davon habe ich auch schon viel gehört. Ich muss das wirklich mal ausprobieren. Ein super Bericht Liebes.

    Liebe Grüße Jessy von Kleidermaedchen

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