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Dropped Knowledge: Welche Öle eignen sich für die Hauptpflege

10. Oktober 2017
Blogazine Beautyblog Beautyblogger Beauty Blog BAREMINDS Elina Neumann Welche Öle eigenen sich für die Hautpflege 1

Mal angenommen ihr habt Fragen, wie man dieses oder jenes kosmetische Produkt am besten anwendet. Vielleicht habt ihr euch ein neues Serum zugelegt, habt aber keinen blassen Schimmer, ob die darin enthaltenen aktiven Stoffe sich zusammen mit den Wirksubstanzen eures Toners vertragen. Vielleicht lackiert ihr euch zum aller ersten Mal die Nägel oder drückt einen Pickel aus – soll’s geben. Oder eure blondierte Mähne raubt euch den letzten Nerv und ist kurz davor die Liaison zwischen euch zu beenden? Dann, ja dann seid ihr hier an der richtigen Adresse. Wir fragen Experten wie kann man es richtig machen?  Ihr wisst, ich selber hantiere ganz gerne mal mit Ölen rum – Arganöl für die Haare oder Jojobaöl für das Gesicht. Es eignet sich allerdings nicht jedes Öl für jeden Hauttypen, deswegen haben wir für die zweite „DROPPED KNOWLEDGE“ Ausgabe Anna Pfeiffer Gründerin der Schweizer Naturkosmetikmarke five skincare und die Öl-Expertin schlechthin gefragt:

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1. Welche Öle eignen sich für die Hautpflege? Müssen unterschiedliche Hauttypen etwas beachten?

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Grundsätzlich kann zwischen Mineralölen und pflanzlichen Ölen unterschieden werden. Mineralöle sind stark gereinigt und raffiniert. Sie besitzen kein allergenes Potenzial mehr und werden dementsprechend gut vertragen. Auf die Haut wirken sie glättend und geschmeidig machend – und zwar nicht zu knapp, da sie die Haut abdichten und den Effekt dadurch noch verstärken. Längerfristig sind sie für die Haut nicht geeignet, da sie nicht mit der Haut interagieren, da ihnen die Verwandtschaft zu den Hautlipiden fehlt. Pflanzliche Öle ähneln von ihrer Struktur her den Lipiden unserer Haut und können von ihr verstoffwechselt werden. Und dies ist ihr großer Vorteil. Fehlt es unserer Haut an Bestandteilen in der Barriereschicht, können pflanzliche Öle einen guten Beitrag für die Regeneration leisten und so die Hautgesundheit langfristig unterstützen.

Hauptbestandteil von Pflanzenölen sind Fettsäuren. Die Ausprägung dieser in die eine oder andere Richtung ist für die unterschiedlichen Hauttypen von Vorteil. Ich bin aber nur bedingt Fan von Kategorisierungen von Ölen nach Hauttypen, da neben den Ausprägungen der Inhaltsstoffe auch weitere Komponenten wie Lichtstabilität oder Spreitverhalten eine Rolle spielen. Will man nur ein einzelnes Öl verwenden, so rate ich eher zu gut verträglichen und oxidativ stabilen Basisölen wie Aprikosenkernöl oder Jojobaöl als zu fancy Wirkstoffölen, die eher in Ölkombinationen Sinn machen und für den Einzelgebrauch nicht so gut geeignet sind.

Unser vegane Make-Up Remover enthält unter anderem Bio-Jojobaöl und Bio-Aprikosenkernöl und reinigt so das Gesicht sanft aber tiefenrein.

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2. Kann man Gesichtsöle auch bei fettiger Haut verwenden?

Man würde natürlich vermuten, dass es keine gute Idee ist, eine fettige Haut mit Öl zu pflegen. Die Ursache für fettige Haut liegt in einer Überproduktion von Talg. Die Auslöser für den vermehrten Talgfluss sind vielfältig und in der Ernährung, Lebensphase (Hormone), Stress oder auch Veranlagung zu suchen. Aber auch die falsche Pflege kann die fettige Haut begünstigen. Wird die Haut zu sehr ausgetrocknet, reagiert sie mit einer zusätzlichen Talgproduktion. Sinnvoll ausgewählt, können pflanzliche Öle das Hautbild begünstigen, da sie Verhornungen reduzieren und so den Talgfluss erleichtern, was dem Entstehen von Mitessern und Unreinheiten entgegenwirkt. Für fettige Haut geeignete Öle sind beispielsweise Jojobaöl, Arganöl, Aprikosenkernöl, zum Beispiel in einer Mischung mit Traubenkernöl. Jojobaöl hat den zusätzlichen Vorteil, dass es von bestimmten Akne auslösenden Keimen nicht verstoffwechselt werden kann und diesen so die Lebensgrundlage entzieht. Daher ist es bei unreiner Haut besonders geeignet.

Ganz wichtig: Öle sollten immer auf die zuvor angefeuchtete Haut angewendet werden, damit die Haut überhaupt etwas damit anfangen kann.

So trägt man auch unsre Shea Face&Body Cream am besten auf,  die Dank des Jojoba- und Arganöl (bio) den Feuchtigkeitshaushalt trockener und beanspruchter Haut reguliert.

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5 Comments

  • Reply LindaLibraLoca 10. Oktober 2017 at 9:05

    Sehr schöner Beitrag, vor allem zum Thema natürliche Öle gegen Mineralöle! Ich bin kein großer Fan von Mineralölen in meiner Pflege, aber sie sind auch nicht der Teufel, als der sie häufig dargestellt werden.

    Linda, Libra, Loca: Beauty, Baby and Backpacking

    • Reply Elina 11. Oktober 2017 at 10:31

      Liebe Lina,

      danke für dein tolles Feedback. Ich finde auch, dass die Antwort von Anna wirklich sehr hilfreich ist. Ich selbst bin großer Fan von Ölen, vertrage aber zum Beispiel das gehypte Kokosöl nicht im Gesicht. Haare und Körper ist ok, aber im Gesicht bekommen ich Pickelchen und Mineralöle finde ich jetzt auch nicht super knorke, verteufle sie aber auch nicht.

      • Reply LindaLibraLoca 18. Oktober 2017 at 8:31

        Hihi, Lina, das ist kreativ. Ich werde oft Linda genannt wegen des Blognamens, heiße aber eigentlich Anne. Lina ist auch schön.

  • Reply Julie 10. Oktober 2017 at 11:05

    Ich verwende auch nur schonende Pflegeprodukte für meine Haut. Gerade im Gesicht mach ich keine Experimente. Natürliche Kosmetik ist mir auch sehr wichtig. Vielen Dank für deinen informativen Beitrag, ich werde davon bestimmt auch mal was ausprobieren.
    Liebe Grüße,
    Julie
    https://juliesdresscode.de

    • Reply Elina 11. Oktober 2017 at 10:33

      Liebe Julie,

      ich finde gerade im Herbst und im Winter ist es wichtig auf wertvolle Inhaltsstoffe zu achten.

      xx

      Elina

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