Es können die unterschiedlichsten Gründe sein, warum ich nachts schlecht schlafe und morgens zu früher Stunde kaum aus den Federn komme. Eigentlich gibt es leider fast keine Nacht mehr, die nicht um 4 Uhr unterbrochen wird, dann beschäftige ich mich zum Beispiel mit äußerst wichtigen To-Do Listen (not!) oder Laber-Rhabarber-Gedanken, die mein Gehirn zerfressen, sodass ich eigentlich voller Wut auf mich selbst, über die zu laut tickenden Uhr und mal wieder über die viel zu kurze Nacht ärgere.

Ihr erinnert euch als ich vor gefühlt einer Ewigkeit das Thema „schlafen“ angegangen bin? Ich korrigiere, ich wollte es angehen. Die Idee war es  schlafen zu lernen. Richtig gehört – schlafen kann mal lernen. Ständig ließt man Pflegetipps oder andere Beauty-Hacks wie man dicke und geschwollene Augenringe abdeckt, aber eigentlich heißt es nicht um sonst Schönheitsschlaf, denn unsere Lieblingsbeschäftigung macht uns in der Tat nicht nur fit für den Tag, sonder auch schön und auch noch viel mehr, was ich in dieser neuen Rubrik ansprechen möchte.

Wie vielleicht manche von euch wissen, geriet ich mit mir selbst und meinem letzten Job vor fast genau 16 Monaten ein wenig aus dem Gleichgewicht – hier noch mal alle Gedanken dazu. Ich war also ausgebrannt. Die Folgen waren eine extrem schlechte Haut, Bauchschmerzen, unkonzentriert sein, Angstattacken aber auch mein gestörtes Schlafverhalten. Alle Symptome konnte ich fast komplett mit Meditation und anderen Achtsamkeitsübungen eliminieren oder arbeite bis heute noch daran. Bis auf eines – mein Schlafverhalten, dass ich mal gut und mal weniger gut in den Griff bekomme. Und das mal weniger gut ist tatsächlich auch ein ganz großes Problem.

Natürlich kann man jetzt sagen: „Jammere nicht rum, gehe einfach früher ins Bett, dann bist du auch morgens top fit und kannst dann vielleicht in aller Herrgottsfrüh deinen Hobbys nachgehen, ein Buch lesen oder auch stricken, was man halt so in der Freizeit gerne macht, aber in einem Freelanceleben schlecht bis gar nicht in den Alltag einbaut. Nur wollte ich es ums Verrecken einfach nicht hinnehmen und schon gar nicht meinen Tag um 4 Uhr mitten in der Nacht, wenn jeder normale Mensch seinen 10. Traum feiert, an meinem Emailprogramm sitzend starten. Ich wollte die ganze Suppe, die ich mir ja irgendwie, zumindest im entferntesten Sinne, eingebrockt habe, selber auslöffeln. Und um ehrlich zu sein, so einfach, wie es sich manchmal sagt, ist es ja gar nicht und mit etwas früher schlafen gehen, ist das ganze Ding auch nicht geritzt.

Da ich ja auch nicht allwissend bin, mir gewisse Life-Hacks nicht einfach Out of the Blue aus dem Hirn purzeln, habe ich viel Research betrieben, einige Podcasts zu eben diesen Themen wie Achtsamkeit angehört und versuche jetzt so einige dieser neu gelernten Sachen umzusetzen.

Wusstet ihr das unser Schlaf sogar von der Einrichtung, dem Licht, welches auf uns noch kurz vor dem Schlaf rieselt oder sogar der Temperatur und den Düften abhängt? Faktoren, an die man nicht einfach so denkt. Ich jedenfalls versuche mich im „gut schlafen“ mit folgenden drei leichten und wichtigsten Tipps:

Let’s get naked!

Auch wenn eine Pyjama doch so kuschelig ist, der Körper soll die Temperatur lieber mal selbst regulieren.So schwitzten wir wesentlich weniger, schlafen ruhiger und wachen viel erholter auf.

Es werde Licht. Not!

Hört sich schräg a, aber Licht reguliert zu einem gewissen Maß unseren Hormonhaushalt. Zum Beispiel hemmt es die Melatoninproduktion, dem bekannten Schlafhormon, und  kurbelt im gleichen Augenblick die Serotoninproduktion an. Serotonin ist ein Glückshormon und kurbelt die Stimmung an. Daher empfehlen die Profis alle Lichtquellen im Schlafzimmer zu eliminieren und das Schlafgemach komplett abzudunkeln. Damit sind vor allem kleine Lämpchen an elektronischen Geräten gemeint. Ein ganz und gar abgedunkeltes Schlafzimmer ist die Basis für eine gute Schlafqualität.

Let’s get loud. Not!

Ich bin ein echtes Sensibelchen und höre sogar meinen Herzschlag in der Nacht. Hochsensible Menschen haben es ja eh schon nicht leicht, daher gilt für ALLE, wenn es nur irgendwie möglich ist, das Schlafzimmer so einrichten, dass so wenig Lärm wie möglich darin landet und oder entsteht. Weil auch wenn wir bewusst keinen Lärm wahrnehmen, wird unser Nervensystem auch durch die leisesten Geräusche stimuliert. Das setzt den Körper in Alarmbereitschaft. Was natürlich dazu führt dass Blutdruck und die Herzfrequenz ansteigen und wir dadurch wach werden.

Soft dreams? Not!

Wie die Prinzessin auf der Erbse gebettet, sind wir eigentlich gewohnt eher auf härteren Untergründen zu schlafen, als auf einem soften Himmelbett. Unser Rumpf wird es uns danken, denn dadurch wird der Rücken bei der Haltung entspannt und beeinflusst somit die Ruhephase und Schlafqualität.

It is cold outside. Not!

Ich bin eine Frostbeule und heize mein Schlafzimmer im Winter immer bisschen vor. Dass das nicht die beste Idee ist, war mir eigentlich schon insgeheim bekannt, denn eigentlich sollte die Raumtemperatur bei 16 bis 18 Grad liegen. Man kennt es ja von heißen Sommernächten, an denen man kein Auge zumacht, weil die Hitze einen komplett die Nacht raubt. Ein kühles Zimmerchen sogt für einen erholsamen und ruhigen Schlaf, die ganze Nacht.

Tipp: man schläft am besten mit geöffnetem Fenster, wenn es draußen nicht zu laut ist, dann bekommt man die Nacht über eine gute Portion Sauerstoff ab, was definitiv den dunklen Augenringen entgegenwirkt. Denn die entstehen durch Sauerstoffmangel genau dann verfärbt sich das Blut blau. Zusätzlich bleibt dein Gehirn die ganze Nacht mit Sauerstoff versorgt und kann die Hormone bilden, die für den Körper nachts essenziell sind, um ihn zu regenerieren.

Wie gesagt ein erholsamer Schlaf in der richtigen Umgebung macht nicht nur das Hirn fit, sondern lässt die Haut mit allem Drum und Dran strahlen. Zudem ist man den ganzen Tag einfach fokussierter.

Und ihr? Habt ihr noch mehr Tipps und Tricks, für einen relaxten Schlaf?

11 comments

    1. Du Glückliche, ich beneide alle die wie ein Stein schlafen können. Vielleicht funktioniert es bei dir aber schon allein wegen der Schlafmaske und den Oropax so gut, so wirst du jedenfalls nicht abgelenkt und kannst die wertvollen Stunden während der Tiefschlafphase auskosten.

  1. Oh wow ich bin so beruhigt, dass ich nicht alleine bin! Mein Freund sagt immer, ich soll mal zum Psycho Doc, müsste wahrscheinlich eh fast jeder mal, aber ich schlafe auch so oft so schlecht. Keine Ahnung, wann ich die letzte Nacht komplett durchgeschlafen habe. Mich stört jedes noch so kleine Geräusch, sodass ich fast immer mit Oropax schlafen muss. Ich grüble erst vor dem Einschlafen und dann, wenn ich nachts aufwache gleich nochmals. Morgens stehe ich oft im Bett, auch am Wochenende. Mein Freund muss sogar oft aufs Sofa, weil selbst er mich wahnsinnig macht 🙁 Auf die Dauer ist das echt mega anstrengend… Mediation möchte ich auch schon immer mal probieren, das soll ja wirklich Wunder wirken. Es ist aber schon mal sehr beruhigend, dass ich nicht alleine bin. Was ich auch krass finde ist, dass gefühlt nur Frauen Schlafprobleme haben. Alle Männer, mit denen ich darüber rede schlafen wie die Engelchen. Toll!

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Freiburg, Neele von https://justafewthings.de

    1. Dann gehts dir liebe Neele genau wie mir, ich versuche mich aber an die Tipps zu halten und rechtzeitig ins Bett zu gehen, damit ich einigermaßen fit am nächsten Tag bin. Es werden noch mehr Schlaf-Tipps folgen, da ist dann bestimmt der eine oder andere Life-Hack für dich vielleicht auch dabei, der mir auch schon eine ruhige Nacht beschert hat.

      xo
      Elina

  2. Super, Deine Tipps.
    Das eine oder andere konnte ich umsetzen.
    Ich nehme zb eine lampe aus Salzstein. Dabei ist nicht allein das Licht angenehmer, sondern der Stein soll auch die stressigen Gedankengänge verminderen.

    Wenn ich ein Buch lese, habe ich sanfte Musik in Form von Naturklängen im Hintergrund.

    Und ja.. auch im Winter schlafe ich, wenn überhaupt, nur in Slip und meinem Lieblingsshirt und crème mich gut ein mit meiner Lieblingscreme. Herrlich duftend.

  3. Ich gehe grundsätzlich immer viiiiel zu spät ins Bett (kein anderer Mensch würde dir um 01:20 Uhr in der Nacht einen Kommentar schreiben;)). Eigentlich kann ich ganz gut und auch tief schlafen – wenn da nicht meine Pollenallergie wäre… Ich bekomme besonders im Sommer so schlecht Luft und das kann nachts wirklich zur Qual werden… Die richigen Medikamente etc. habe ich leider noch nicht gefunden. Danke für deine Tipps!

    Liebe Grüße
    Luisa von Sparkly Inspiration

    1. Liebe Luisa,

      oh je, eine Pollenallergie, die einem den Schlaf raubt ist natürlich echt fies, ich hoffe du findest ganz bald einen Mittel, dass dir hilft, damit du wieder durchschlafen kannst. Denn der Schlaf steuert unseren Energiehaushalt und ist für einen erfolgreichen Tag und einen gesunden Glow nicht unwichtig.
      Vielleicht beruhigt sich ja deine Allergie ganz bald, das ist ja meistens so – ich drücke die Daumen.

      Liebe Grüße
      Elina

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